Die Geschichte der JV Fender und Squier Japan MIJ

Dies erklärt es auch, warum dann Fender USA wieder Marktanteile zurückeroberte und es war natürlich ein gemachtes Spiel. Die Japaner wurden nicht mehr exportiert. Diese Fender Japan Gitarren waren einfach zu gut und vorallem viel zu günstig. Klar doch, ob man eine hervorragende Gitarre mit besten Materialien für 1000 Dollar bekommen kann, die in Japan hochpräzise hergestellt wird, oder ob man für eine mittelmässige in den USA gebaute Stratocaster 2500 Dollar bekommen kann, ist nun mal der wichtigste Unterschied.

Auch in Mexiko wird mit grosser Sicherheit günstiger produziert, leider zu billig. So ist es von blossem Auge zu erkennen, dass zum Beispiel die Ahorngriffbretter NACH DEM BUNDIEREN einfach überlackiert werden, was natürlich bei den Japan-Gitarren nie der Fall war, denn bei denen wurde der Hals lackiert und dann die Bünde eingearbeitet, was natürlich sehr viel aufwändiger war. Gerade in der Lackierung ist es von blossem Auge zu erkennen, wieviel besser diese Japaner waren. Dies sei einfach als Beispiel am Rande erwähnt, natürlich könnte ich da noch vieles erwähnen, dazu mehr an anderer Stelle.

Der Gitarrist distanzierte sich von den Topinstrumenten aus Japan, weil man ihm zu verstehen gab: "um so teurer, um so besser" und weil man Gitarristen der gehobenen Elite verpflichten konnte, Werbung zu machen und die Kopfplatten mit ihren Namen zu unterschreiben. Die Idee "Signature Serie" war geboren und es folgten weitere Werbebezeichnungen wie "Custom Shop", "Limited Edition", "Tribute" und was weiss ich noch alles, um einen teuren Preis zu rechtfertigen...

Der Fender Japan Vertrag enthielt die klare Vorschrift, dass die Japaner mit dem Schriftzug "Made in Japan" versehen sein mussten. Viel später dann, nämlich ca. 1996/1997 wurde dieser nach "Crafted in Japan" geändert. Wenn eine Veränderung von Fender verlangt wurde, musste der Hersteller Fujigen und später Tokai natürlich spuren. Die erste Stratocaster CIJ ( crafted in japan) wurde jedoch schon, parallel zu den MIJ (Made in Japan) Gitarren, im Jahre 1992 ausgeliefert. Mittlerweile wird das Label "Made in Japan" teilweise wieder verwendet.

Neben Fujigen übernahm Tokai einen Teil der Produktion der japanischen Modelle ab 1992. Auch die CIJ "Crafted in Japan" Fender, wurde ebenfalls immer in hervoragender Qualität, mit sehr guten Materialien bestückt ausgeliefert und überzeugen noch heute, wenn man eine in die Hände bekommen kann. Sie werden mit gleicher Genauigkeit und Qualität gebaut, wie die MIJ (Made in Japan) Gitarren, jedoch waren die ersten Squier und Fender Serien besser, ich jedoch finde, dass alles was von Fujigen gebaut wurde, einfach hervoragend war. So erwähne ich als Beispiel die 1993er Fender Serien, die ST62 Made in Japan, gebaut von Fujigen als die besten Stratocaster die ich habe oder die zumindest nahe an der JV ist, die ich auch mein Eigen nenne.

Die Fender Squier wurden ab 1982 (MIJ) auf den Markt gebracht, um synchron mit der japanischen Fender eine günstige Einsteiger-Gitarre im Exportmarkt anbieten zu können. Niemand wusste, was dann als Folge davon alles noch kommen würde, nicht mal die Fender-Verantwortlichen haben es gewusst, Fujigen war nämlich in der Lage, die Stratocaster und aber auch die Telecaster von Leo Fender, perfekt nachzubauen und bis in das Detail genau, zu kopieren. Sie wurden hervorragend.

Wie bereits erwähnt, wird "Made in Japan" auf einigen aktuellen Modellen bei Fender Japan Gitarren heute wieder verwendet (seit 2007), anstelle von CIJ "Crafted in Japan)". Meistens exklusive Modelle nach Künstlern benannt, sogenannte Signatur-Serien oder die teureren Serien, die mit USA Pickups bestückt sind und die mit besseren Materialien gebaut werden.

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Fender und Squier JV?

Zitat:

"Jederman kam um sie zu testen und diese Jungs hatten fast geweint, weil die Japaner Produkte waren so gut - es war das, was wir wollten und eine verdammt gute Zeit mit diesen Leuten."

Dan Smith, Director of Marketing, E-Gitarren, Fender USA.

Fender und Squier MIJ

Die von Fujigen gebauten Instrumente der Squier JV und Fender JV Serie, aber auch SQ, A und E-Serien und Spätere, gelten als die besten Fender Made in Japan Gitarren unter Insidern.

Es gab bei den Squier damals Domestic und Export Modelle. Bei den Fender Label Gitarren wurde die Qualität mit roten Stempeln in der Halstasche gekennzeichnet.

Hat man eine Fender JV Made in Japan oder eine Squier JV gespielt, verschwindet jedes Vorurteil, welches besonders in der Schweiz, in den 80er Jahren verbreitet war. Nicht mal unser damaliger Fender Importeur wollte sich überzeugen. Dies erklärt auch, warum die Instrumente in unserem Land nicht bekannt wurden und dass die, welche eine haben, sie nicht billig "verhöckern".