Body Squier Strat E-Serie

  • stratomaniac
  • stratomaniacs Avatar
  • Offline
  • In jungen Jahren habe ich den Blues entdeckt und verstehen gelernt, bin zum Fan der Blues-Musik herangewachsen
Mehr
2 Jahre 11 Monate her #142 von stratomaniac

Hallo Dietmar

Danke für Dein Verständnis. Verstehe, ich bekomme fast täglich Anfragen per Mail. Niemand hat etwas davon, wenn ich die privat beantworte.

Zu Deiner Frage: Ich spreche gerade direkt und sage, die Custom Shop PU finde ich fast alle nicht wirklich gute PU. Der CS Texas Spezial, ist so heiss gewickelt, dass man die Gitarre im Ton nicht mehr hört. Es gibt einige CS darunter, die Ihre Berechtigungen haben, wenn es um die Bestückung von Vintage Gitarren geht.

Von Fender jedoch, ist der beste Tonabnehmer für alte Strats, der ganz gewöhnliche 57/62er. Er ist am besten geeignet, um den Charakter der Gitarre nicht zu verfälschen. Er kostet so um die 100 Euro. Die alten PU' s hatten in etwa alle 5.5 bis 5.9 Ohm.

Über das Tonholz haben sich viele Meinungen gebildet, oftmals verstärkt falsche, weil sich Leute in irgendwelchen Foren privilegieren wollen.

Dazu eine kleine Geschichte: Ich hatte ein wirklich hervorragender Gitarrist von Deutschland da, der fast alle meiner Gitarren durchspielte. Zu Beginn sagte er sehr überzeugend: "Er wolle einfach keine Linde". Ich erklärte ihm, er solle doch einfach spielen und die Gitarre sich aussuchen, die genau das von sich gibt, was er haben wolle. Er war sechs Stunden am spielen und hat zwei Favoriten ausgewählt. Beide Gitarren hatten Linde Korbus. Obwohl ich genau so viele Erlen Body Gitarren da hatte, tappte er rein und konnte als Top-Musiker den Unterschied nicht wahrnehmen. Die Meinung, man könne das hören, ist für mich absurd, zumindest bei dem MIJ Fender. Man kann hören, ob eine Gitarre tot klingt, aber nicht ob es Linde oder Erle ist.

Es gibt sicher schlechte Linde aber ebenso, gibt es auch schlechte Erle. Die Holzsorte alleine ist nicht entscheidend, es geht vielmehr darum, ist die sogenannte Restfeuchtigkeit im Holz noch vorhanden oder fehlt diese. Die Geigenbauer wissen das schon lange. Fehlt diese Restfeuchtigkeit, dann klingt Holz tot, die "natürliche Elastizität" fehlt, das Holz kann nicht mehr schwingen (Eigenresonanz).

Zu Deiner Gitarre: Es sind nicht die Standard Squier Typen (kleines Logo), die wirklichen Top-Gitarren, die von Fender Japan hergestellt wurden. Wenn Squier, dann nur die Export-Serien, die zwischen 1982 und 1984 hergestellt wurden. Sie haben das gross Squier Logo. Aber ich weiss, dass die Fender Logo Gitarren einfach besser sind, als die Squier. Bei den Nachfolgern sind alle Fender Logo Vintage Gitarren Top bis hervorragend.

Ein Body Austaueschen macht nur dann Sinn, wenn alles andere Top wäre. Deine Gitarre hat einen Linden Body, weil E-Serie. Kaufst Du jetzt noch einen Body und rechnest die Texas Spezial zusammen, hättest Du schon fast eine Fender MIJ Gitarre aus den späten 80ern oder eine Spätere, bei der dann alles passt.

Gruss René


Eine Gelegenheit klopft nie zweimal an. Das ist die traurige Wahrheit. Und wenn wir Dinge auf den nächsten Tag verschieben, kann es sein, dass dieser Tag nicht stattfindet"
Mehr
2 Jahre 11 Monate her #141 von RiskDidi

Hi Rene, dann eben nochmal hier ;-)

da Du ja Squier-Spezialist bist, wende ich mich mal an Dich.

Ich habe eine Squier aus der E-Serie (ich glaube Mitte der 80er), Hals und Bespielbarkeit sind echt ok, aber das Teil hat irgendwie keinen vernünftigen Ton in Verbindung mit den Fender Texas Special PU's, die ich da mal reingebaut habe.

Kann es sein, dass es am Korpusholz liegt, welches seinerzeit verwendet wurde? Ist es Linde? Auf jeden Fall ist der Body auch ziemlich dick lackiert und schwingt eben nicht so dolle. Würde ein Body-Austausch hier Sinn machen?

Bedanke mich schon mal im voraus für Deine Mühe.

Gruß
Dietmar

Ladezeit der Seite: 0.292 Sekunden