Liebe auf den zweiten Blick...

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  • In jungen Jahren habe ich den Blues entdeckt und verstehen gelernt, bin zum Fan der Blues-Musik herangewachsen
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6 Monate 1 Woche her #273 von stratomaniac

Willkommen Nandi

Original Gummischläuche bekommst Du im Fachhandel, die gibt es sogar von Fender selber. Ich habe auch schon Federn verwendet, nehme aber immer Gummi für die teuren Fender JV' s. Unterschiede im Ton oder Störungen konnte ich nie feststellen.

Das mit dem Lack ist da eher schwierig. Es gibt Polyester-Paste, die kann man mit einem Spachtel dünn und recht präzise auftragen und man kriegt das gut hin auch als Leihe. Dieser Polyester wird im Klavierbau verwendet und ich besorgte mir die letzte Tube bei Ebay. Früher habe ich mit Sekundenkleber die Rissstellen zugeklebt, mit einem spitzen Streichholz reingestrichen, so kann es nicht weiterblättern (Vorsorge). Man muss etwas Azeton in der Nähe haben, um den Überschuss wegzubringen, es sei denn, man kann genau, sauber arbeiten und schmiert nicht.

Manchmal ist es wirklich so, dass immer mehr ablöst, abblättert und manchmal bleibt es aber auch jahrelang stehen, sofern man dort nicht wieder anschlägt.

Gruss René


Eine Gelegenheit klopft nie zweimal an. Das ist die traurige Wahrheit. Und wenn wir Dinge auf den nächsten Tag verschieben, kann es sein, dass dieser Tag nicht stattfindet"
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6 Monate 1 Woche her #272 von nandi

Hallo zusammen,

…hier meine Geschichte:

Ich kam 1986 als 17-Jähriger zu meiner ersten E-Gitarre: Es war eine Squier JV 62er-Stratocaster in 3-Tone Sunburst, welche mir meine Eltern günstig gebraucht kauften. Die Gitarre war damals fast neu und praktisch unbenutzt.
Die Seriennummer ist JV 10117, demnach müsste sie 1982/1983 gebaut worden sein.

Die Begeisterung über meine erste E-Gitarre ließ jedoch bald nach. Ich fand das Ding optisch langweilig und den Klang lahm. Kein Wunder, da man mit dieser Gitarre nicht die Vorstellung eines langhaarigen Teenagers an eine coole E-Gitarre erzielen konnte. Irgendwann konnte ich mir eine Ibanez leisten und die JV fristete von da ab ein trauriges Dasein als Ersatzgitarre.

Erst viele Jahre später - mit fortgeschrittenem Alter und dezenterem Musikgeschmack - entdeckte ich die Qualitäten meiner alten Strat. Einige Jahre spielte ich in einer Funk-/Soul-/Blues-Cover Band. Dafür war sie geradezu perfekt.

Vor einiger Zeit meinte ein befreundeter Gitarrist begeistert, dass ich ja im Besitz einer frühen JV wäre - wenn auch „nur“ Squier. JV war mir überhaupt kein Begriff und ich bin bei der Suche im Internet schnell auf deiner Homepage gelandet.
Durch deine Infos habe ich viel Interessantes über die Herkunft meiner Gitarre gelernt. Vielen Dank für die detailreichen Informationen, die du hier veröffentlichst!

Aus heutiger Sicht bin ich froh, dass ich an der Gitarre nie rumgeschraubt habe. Schon kurz nach Erwerb habe ich den 3-Wegschalter (mit Wackelkontakt) durch einen 5-Wegschalter ersetzen lassen. Ansonsten sind alle Komponenten original. Vor kurzem hat ein erfahrener Gitarrenbauer den Hals neu bundiert.

Ich besitze sie nun schon 30 Jahre und sie hat von allen Gitarren meiner Sammlung schlichtweg den besten und stimmigsten Klang.

Zwei kleine Fragen zu meiner JV:
1. Die originalen Gummischläuche, die als Abstandhalter der Pickups dienen sind zerbröselt. Empfiehlst du als Ersatz wieder Gummischläuche oder können die kaputten Schläuche durch (leichter zu beschaffende) Federn ersetzt werden? Haben Metallfedern bei diesen alten Pickups eine negative Auswirkung hinsichtlich Magnetfeld/Klang.
(Ich bin ziemlich unbedarft in diesen Dingen).

2. Der Lack ist an zwei kleinen Stellen weggesplittert und das blanke Holz schaut raus. Ich fürchte, dass an den betroffenen Stellen noch mehr Lackstücke absplittern könnten. Sollte das behoben werden oder ist es besser die Finger davon zu lassen?

Viele Grüße
Martin aus Tübingen (D)

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